Persönlichkeit, Wahrnehmung und Verhalten.
Der Visual Implicit Profiler (VIP)® ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Analyse von Persönlichkeit, Wahrnehmung und Verhalten.
Er macht sichtbar, wie Menschen ihre Umwelt wahrnehmen, Informationen verarbeiten und daraus Entscheidungen ableiten.
Beispiel eines Items zur Messung
Als Beispiel für die Funktionsweise des VIP kann das folgende Beispiel-Item herangezogen werden. Der den VIP durchführenden Person werden zwei Möglichkeiten angeboten. Sie entscheidet sich aufgrund ihres präferierten Wahrnehmungssystem für eine davon.
Bitte klicken Sie an, was Sie zuerst gesehen haben:
- Schwarz-blaue Linien
- Ein blaues Quadrat
Das Wichtigste
Wie funktioniert der VIP®?
Der VIP® arbeitet mit visuellen Darstellungen statt mit klassischen Fragen. Teilnehmende entscheiden spontan, was sie wahrnehmen. Diese Entscheidungen erfolgen schnell, intuitiv und weitgehend unbewusst.
Ein grosser Teil unserer Wahrnehmung erfolgt über visuelle Systeme. Wie Menschen visuelle Reize interpretieren, ist eng mit ihrer Persönlichkeit und Motivation verbunden. Diese impliziten Prozesse beeinflussen, wie wir Situationen einschätzen, Entscheidungen treffen und mit anderen zusammenarbeiten.
Dadurch wird nicht das Selbstbild erfasst, sondern die tatsächliche Art, wie Menschen wahrnehmen und handeln.
Was wird sichtbar gemacht?
Aus den visuellen Präferenzen entsteht ein differenziertes Persönlichkeitsprofil.
Dieses zeigt unter anderem:
- woher Menschen ihre Energie beziehen
- wie sie Informationen aufnehmen und verarbeiten
- wie sie Entscheidungen treffen
- wie sie mit Struktur und Veränderungen umgehen
Diese Muster sind zeitstabil und prägen Verhalten – im Alltag, im Team und in der Führung.
Was ist die wissenschaftliche Grundlage?
Der VIP® basiert auf dem in den 1990er-Jahren an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg entwickelten Personality Subconscious Test (PST). Er vereint Erkenntnisse aus der Typentheorie von Carl Gustav Jung mit der PSI-Theorie von Julius Kuhl und wurde über viele Jahre wissenschaftlich und praktisch weiterentwickelt.
2007, nach etwa vier Jahren Entwicklungs- und Feldzeit wurde von Dieter Loerwald, Bernhard Mikoleit, Dr. Alexander Ribowski und Prof. Dr. David Scheffer (in alphabetischer Reihenfolge) ein psychometrisches Instrument fertiggestellt, welches unter dem Namen Visual Questionnaire (ViQ®) Anwendung fand.
Die Auswertung basiert auf mehreren Dimensionen der Wahrnehmung und Entscheidungssteuerung. Daraus lassen sich unterschiedliche zeitstabile Persönlichkeitsmuster ableiten, die in der Praxis als verständliche Profile dargestellt werden.
Bei einer erneuten Validierung des psychometrischen Instruments im Jahr 2017 (Scheffer et al.), konnte bereits auf ca. 300 nationale und internationale Projekte mit einer Mindest-Gruppengrösse von 100 Personen zurückgeschaut werden. Der Datenbankbestand betrug (bereinigt) etwa 520.000 Tests. Die Projekte wurden u.a. in den Bereichen Human Resources (Kuhl, Scheffer, Mikoleit, Strehlau, 2010), Marketing und Unternehmenskommunikation durchgeführt.
Was unterscheidet den VIP® von klassischen Tests?
Viele Persönlichkeitstests basieren auf Selbsteinschätzung.
Der VIP nutzt ein implizites Verfahren:
- keine direkten Fragen zur eigenen Person
- keine bewusste Steuerung der Antworten
- keine Verzerrung durch soziale Erwünschtheit
Das Ergebnis ist ein Profil, das näher an der gelebten Realität im Arbeitsalltag ist.
Beispiele von Einsatzmöglichkeiten
Im Unternehmen
- Zielgruppengerechte (Unternehmens-) Kommunikation
- Teamübergreifendes Verständnis
Im Team
- Unterschiede verstehen
- Kommunikation gezielt verbessern
- Stärken im Team sichtbar machen
- Rollen klar definieren
Für Führungskräfte
- Eigenes Verhalten reflektieren
- Mitarbeitende differenziert führen
- Entscheidungen bewusst treffen
Im Talent Management
- Unternehmenswerte abstimmen und sichtbar machen
- Cultural Fit fundiert einschätzen
- Teams passend ergänzen